MarktTreff-Gemeinde Medelby gewinnt 
Landes-Wettbewerb 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“

Premiere in Schleswig-Holstein: Erster 24/7-Laden im neuen MarktTreff Brekendorf – MarktTreff Glasau feiert Richtfest

K i e l / M e d e l b y / B r e k e n d o r f    MT 06.07.2022 – Die MarktTreff-Gemeinde Medelby (Kreis Schleswig-Flensburg) hat den vom Land Schleswig-Holstein ausgeschriebenen Landes-Wettbewerb 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Unter die Top 10 kam auch die MarktTreff-Gemeinde Tetenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg). Neu in der Familie der MarktTreff-Gemeinden ist Brekendorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde): Dort wurde jetzt der MarktTreff mit einem rund um die Uhr nutzbaren Dorfladen offiziell eingeweiht. Zwei weitere „Tante Enso“-Supermärkte folgen in den MarktTreffs Gülzow (Kreis Herzogtum Lauenburg) und Glasau (Kreis Segeberg).

Besichtigung des Schwimmbades in Brokstedt durch die Jury des Landes-Wettbewerbs

Den zweiten Platz im Landes-Wettbewerb belegte die Gemeinde Brokstedt (Kreis Steinburg, 2.100 Einwohner:innen), die die Jury insbesondere mit ihrer Vielfalt des Ehrenamtes, dem strukturierten Entwickeln und Weiterentwickeln von Ideen überzeugte wie zum Beispiel beim „PlietschHuus“ als Haus des Lebens und Lernens.

Den dritten Rang sicherte sich die Gemeinde Duvensee (Kreis Herzogtum Lauenburg, 546 Einwohner:innen). Das abgestimmte Miteinander von klimabewusster Landwirtschaft und freiwilligem Naturschutz sowie die vielfältigen ehrenamtlich betreuten Angebote für alle Altersstufen waren dabei für die Jury besondere Pluspunkte des Dorfes.

Das stark auf Kooperation setzende Sieger-Dorf Medelby und die platzierten Gemeinden werden im September 2022 in der Gemeinde Medelby von Ministerpräsident Daniel Günther ausgezeichnet.

Bereits jetzt gratulierte Werner Schwarz, Minister für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, den ausgezeichneten Dörfern: „Dieser Wettbewerb motiviert und mobilisiert die Menschen in unseren ländlichen Räumen. Der Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ ist ein großer Erfolg. Die teilnehmenden Dörfer haben ein noch stärkeres Bewusstsein für ihre Stärken gewonnen und neue Potenziale herausgearbeitet. Deshalb sind alle Teilnehmenden des Wettbewerbs Gewinnerinnen und Gewinner, und ich gratuliere allen herzlich!“ 

Teilnehmen am Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, konnten Gemeinden mit maximal 3.000 Einwohner:innen. Die Gewinner-Gemeinde Medelby bekommt eine Landes-Projektförderung in Höhe von 10.000 Euro, die sie mit 2.500 Euro kofinanzieren muss. Der Sonder-Preis der Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der IHK Schleswig-Holstein ist mit 5.000 Euro dotiert, ebenso der erstmals verliehene Sonder-Preis der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins und des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags. 

Das Hauptaugenmerk des Landes-Wettbewerbs 2022 lag auf folgenden Themenfeldern: 

  • Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen 
  • Soziale und kulturelle Aktivitäten 
  • Ästhetische und nachhaltige Entwicklung des Ortes 
  • Moderne / digitale Dorfgemeinschaft und Teilhabe 
  • Innovative Ortskernentwicklung / Attraktivierung des Ortskerns 

Aus Sicht von Minister Schwarz haben die an den Start gegangenen Gemeinden durch ihre Teilnahme am Wettbewerb bewiesen, dass sie zukunftsorientiert denken und handeln: „Gerade auf der lokalen Ebene ist es wichtig, aktuelle Themen wie die Digitalisierung und die Einbindung aller Generationen strukturiert anzugehen. Das ehrenamtliche Engagement vor Ort hat eine enorm große Bedeutung und verdient unsere Wertschätzung. Der Landes-Wettbewerb trägt dazu bei und motiviert, neue Ideen zu entwickeln, beherzt umzusetzen und die Dorf-Gemeinschaft weiter zu stärken.“ Die jetzt von der Jury besuchten Gemeinden bestätigten genau diese positiven Effekte.

Der Jury des Landes-Wettbewerbs 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“ gehören an:

  • Akademie für die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V.
  • Handwerkskammer Schleswig-Holstein
  • IHK Schleswig-Holstein
  • Landesnaturschutzverband Schleswig-Holstein e. V.
  • LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e. V.
  • Landjugendverband Schleswig-Holstein e. V.
  • Landesverband der Volkshochschulen S-H e. V.
  • Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag e. V.
  • Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e. V.
  • Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung
  • Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein

Ergebnis des Landes-Wettbewerbs 2022 auf dem Landesportal hier.

Im Konfettiregen bei der MarktTreff-Eröffnung in Brekendorf (v. l. n. r.): Lutz Hippe (Bürgergenossenschaft), Thorsten Bausch (myEnso), Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack und Bürgermeister Rainer Mertens

Innenministerin Sütterlin-Waack eröffnet MarktTreff in Brekendorf

Es war gleich eine mehrfache Premiere in Brekendorf in den Hüttener Bergen: 1. Die Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde hat jetzt ihren MarktTreff in Betrieb genommen. 2. Mit „Tante Enso“ gibt es den ersten 24/7-Lebensmittelladen in Schleswig-Holstein, der in einem Dorf rund um die Uhr zum Einkaufen genutzt werden kann. Und 3. sowie 4.: Für den Ladenbetreiber „myEnso“ aus Bremen war es der erste Standort, bei dem in einem Neubau für das innovative Ladenprojekt mitgeplant werden konnte und es eine Kooperation mit dem MarktTreff-Modell gibt.

Mit Charme und Humor sorgte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack bei ihrer Rede für gute Laune – auch bei Kreispräsidentin Dr. Juliane Rumpf, Amtsdirektor Andreas Betz und Bürgermeister Rainer Mertens (rechts).

Offiziell eröffnete Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack den MarktTreff, die für den erkrankten Ministerpräsidenten Daniel Günther kurzfristig eingesprungen war. Aber dies mit großer Freude, wie sie mit ihrer launigen Eröffnungsrede bewies. Das Konzept eines 24 Stunden an allen Tagen im Jahr nutzbaren Ladens, der zu bestimmten Zeiten aber auch personalbestückt sei, sei so innovativ, dass es dies nicht einmal in der Landeshauptstadt Kiel gebe. Dies habe Ministerpräsident Daniel Günther bereits beim Spatenstich in Brekendorf betont. Auch für sie, so die Ministerin, sei es nun gut zu wissen, dass sie hier sich zu später Stunde noch versorgen könne. Und so sprach Thorsten Bausch, einer der Erfinder von „Tante Enso“ und Geschäftsführer von myEnso, gleich mit der Innenministerin darüber, wie sie an eine „Tante Enso“-Card kommt, mit der der Zugang und das Bezahlen im Laden möglich sind.

Rund 3.000 Artikel gibt es im Brekendorfer MarktTreff-Laden. Zudem könne aus dem rund 20.000 Artikel umfassende Lebensmittel-Online-Shop von myEnso bestellt werden, so Bausch. Die Lieferung erfolge dann in den „Tante Enso“-Laden und könne dort abgeholt werden. Eine weitere Besonderheit: die Produkte von „foodpionieren“, die aus kleinen Manufakturen und Startups stammten und nicht zum Sortiment selbst großer Lebensmittelmärkte gehörten.

Mit der Eröffnung des MarktTreffs in Brekendorf ist das schleswig-holsteinische Nahversorgungsmodell erneut um eine Variante reicher: haben doch dort die Gemeinde, die Bürgergenossenschaft (die für die Gemeinde das Gesamtmanagement des MarktTreffs übernommen hat) und myEnso als Ladenbetreiber gezeigt, wie in enger Abstimmung und Kooperation ein Projekt zum Erfolg geführt werden kann.

Verteilte Stücke des durchschnittenen Eröffnungsbandes als Trophäen an Kinder: Innenministerin Sütterlin-Waack
Klares Bekenntnis zu einem umfangreichen Projekt, das in Brekendorf jetzt umgesetzt wurde
Innenministerin Sütterlin-Waack, Thorsten Bausch (myEnso) und Lutz Hippe (Bürgergenossenschaft Brekendorf / Hüttener Berge eG) bei der Ladenbesichtigung
An der Selfcheckout-Kasse: Innenministerin Sütterlin-Waack, myEnso-Geschäftsführer Thorsten Bausch (Mitte) und Bürgermeister Rainer Mertens
Physiotherapeutin Silvia Stecher (links) traf in ihren zukünftigen Praxisräumen auf Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (rechts).
Kenner des MarktTreff-Projektes: Norbert Limberg (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume [links]) und Matthias Retzlaff (Bürgermeister der MarktTreff-Gemeinde Delve in Dithmarschen)
Bekannte Gesichter aus der MarktTreff-Familie: Christiane Hildebrandt (ehemalige Marktleiterin MarktTreff Schleidörfer in Brodersby-Goltoft [links]) mit Tochter Mette und Dr. Dagmar Thiele-Gliesche (Marktleiterin MarktTreff Barkauer Land in Kirchbarkau)
Anstoßen auf gutes Gelingen: Bürgermeister Rainer Mertens (links) und myEnso-Geschäftsführer Thorsten Bausch
Kennen seit vielen Jahren das MarktTreff-Projekt intensiv: Norbert Limberg (LLUR) und Dr. Juliane Rumpf (Kreispräsidentin Rendsburg-Eckernförde)

Glasau feiert Richtfest für seinen MarktTreff – 
Dorfladen wird ebenfalls eine „Tante Enso“

Die Vorfreude der Glasauer (Kreis Segeberg) auf ihren MarktTreff ist groß. Dies war jüngst beim Richtfest für das neue Gebäude im Dorf zu spüren. Bürgermeister Henning Frahm begrüßte außer den am Bau beteiligten Handwerkern zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. So war der Rohbau mit rund 150 Gästen gut gefüllt. 

Gülzow bereitet sich auf Neueröffnung vor

Derweil laufen in Gülzow im Kreis Herzogtum Lauenburg bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren, um im bereits seit 2005 bestehenden MarktTreff Ende Juli 2022 einen „Tante Enso“-Supermarkt zu eröffnen. Hier haben sich bisher 388 Menschen mit 418 Anteilen für den Neustart der Lebensmittelversorgung in dem alten Gutsdorf engagiert.

Informationen zu Gründung und Betrieb eines MarktTreffs
Bei Interesse an der Gründung eines neuen MarktTreffs nehmen Sie bitte Kontakt auf mit dem Projektmanagement unter:
gruendung@markttreff-sh.de

Detaillierte Informationen zum Projekt MarktTreff mit vielen Arbeitshilfen und aktuellen Tipps finden Sie unter:
www.markttreff-sh.de

Fotos: ews group, MarktTreff SH, MarktTreff Glasau

 

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