MarktTreffs setzen Zeichen im Land

Landesweites Projektteam MarktTreff gab auf Veranstaltung der Akademie für die ländlichen Räume in Holzbunge einen Aktivitäten-Überblick des Jahres 2003.

"Es hat sich eine Menge getan rund um die MarktTreffs. Und das Interesse im Land ist groß", zog Christina Pfeiffer, Projektkoordinatorin aus dem schleswig-holsteinischen Innenministerium, positive Bilanz. "Die professionelle Projektbegleitung, die Definition von vier MarktTreff-Modellen und das Engagement von Partnern aus Wirtschaft und Verbänden sind die wesentlichen Schritte und Impulse in 2003."

Umfassend erläuterten Thomas Grunewald von der BBE aus Hamburg und Dieter Witasik von ews marken.kommunikation aus Lübeck die Neuerungen. "Die vier MarktTreff-Modelle S, M, L und XL vereinfachen Gemeinden und Amtverwaltungen die Entscheidung, welcher MarktTreff-Typ für sie der richtige ist. Jetzt gibt es überschaubare Grundlagen für die Größe des Objekts, zu erwartende Umsätze und die Betreibersuche und -auswahl. Auch in Fragen der regelmäßigen Betreuung sind wir mit dem Programm MarktTreff PLUS weitergekommen", so Grunewald. "Was uns besonders freut: Die Erfahrungsaustausch-Treffen von Betreibern wurden sehr gut angenommen und zeigen erste Erfolge. Und das in einem wirtschaftlich so schwierigen Umfeld." Erläuterungen zum IT-Bereich, seinen Angeboten und Potenzialen gab Sascha Lüdemann von EDV Compas als IT-Partner im MarktTreff-Projektteam.

Dieter Witasik von ews wies in seinem Vortrag vor allem auf die Partneraktivitäten hin. "Wenn sich Unternehmen wie die BELA- und die sh:z-Gruppe für das Projekt stark machen, sind wir auf dem richtigen Weg. Mitte Januar werden eine Reihe großer Landesverbände als neue Partner offiziell hinzukommen. Das wird für neuen Schub sorgen."

Die anwesenden Planer, Projektbetreuer und Koordinatoren wurden ermuntert, die vielfältigen Hilfen auf der Internet-Plattform www.markttreff-sh.de noch intensiver zu nutzen. Für Anfang 2004 wurde ein Leitfaden für Projektentwicklung und Betrieb der MarktTreffs angekündigt, der die Arbeit weiter strukturieren und vereinfachen soll. "Wir entwickeln diese Leitfaden mit Hilfen, Checklisten, Musterverträgen. Derzeit sind 17 neue Standorte in Planung und wir sind optimistisch, unser Ziel von rund 50 MarktTreffs bis 2006 in Schleswig-Holstein zu erreichen", so Christina Pfeiffer. "Damit sind wir bundesweit führend, was Grundversorgung und Engagement in den ländlichen Räumen angeht."