Grundversorgung in St. Margarethen ist gesichert

S t.  M a r g a r e t h e n  sh:z/ta 01.06.2005 – Die tägliche Grundversorgung in St. Margarethen ist gesichert. Zur Feier des Tages gab es in der vergangenen Woche deshalb Freibier und Erfrischungsgetränke. Rund eine Million Euro hat die Gemeinde St. Margarethen in den Dorfladen investiert. 485.000 Euro steuerte die Europäische Union aus Mitteln der Dorfentwicklung bei. Bei der offiziellen Einweihung betonte Bürgermeister Albert Siemen: „Wir haben erst gespart und dann gebaut.“


20 Jahre lang hatte Kaufmann Gerd Missall im Nachbarhaus einen Edeka-Markt betrieben. Als er den Wechsel in den Ruhestand ankündigte, drohte in der Gemeinde ein Versorgungsnotstand. Daraufhin stieg die Gemeinde in das MarktTreff-Programm des Landes Schleswig-Holstein ein. Zuerst sollte Fleischermeister Peter Alpen den MarktTreff übernehmen, nach dessen Rückzug sprang Eggert Mehlert ein. Er war zuletzt als Filialleiter der Bordesholmer Sparkasse in St. Margarethen tätig.

Den Bau eines MarktTreffs in der Ortsmitte sei eine mutige Entscheidung gewesen, betonte schon im vergangenen Jahr Kreispräsident Hans-Friedrich Tiemann. Er begrüßte auch, dass bei den Auftragsvergaben fast ausnahmslos Firmen aus dem Kreisgebiet berücksichtigt wurden. Begonnen wurde mit dem Abriss des alten Hauses, im Mai vergangenen Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. Mit dem Dorfladen von rund 250 Quadratmetern will die Gemeinde die Grundversorgung der Bevölkerung mit Artikeln des täglichen Bedarfs sicherstellen. Darüber hinaus hat sich im Eingangsbereich Nicole Mehlert, Tochter des MarktTreff-Chefs, mit dem Blumenladen „Honigblüte“ selbstständig gemacht.

Begonnen wurde mit dem Abriss des alten Hauses, im Mai vergangenen Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Arbeiten verliefen reibungslos. Bürgermeister Siemen dankte vor allem den am Bau beteiligten Personen, Firmen und Ämtern, die Zusammenarbeit sei gut gelaufen. Der Neubau wurde nach den Plänen des Itzehoer Architekten Klaus Kunert unter der Bauleitung der Architekten Ulrich Glumm und Carl Holdorf gebaut. Er ist solide gebaut: 29 bis zu 20 Meter lange Bohrpfähle geben dem Neubau einen festen Stand.

Zur Schlüsselübergabe durch Klaus Kunert gratulierte auch Verena Boehnke. Die Dezernentin für Dorfentwicklung überbrachte die Glückwünsche des Innenministers.