MarktTreff auf der Norla: Netzwerk-Arbeit
am Stand der Akademie für die Ländlichen Räume

R e n d s b u r g   MT 08.09.2016 – Auf der größten Landwirtschafts- und Verbrauchermesse in Norddeutschland, der Norla 2016, war jetzt auch MarktTreff Schleswig-Holstein wieder präsent. Am Stand der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR), die in diesem Jahr ihre Schwerpunkte auf Informationen zu Projektförderung, Breitbandversorgung in Dörfern sowie Klimaschutz und Energie legte, ging es in Fachgesprächen um Voraussetzungen und Wege, um einen MarktTreff zu entwickeln und zu realisieren.

 

Eine positive Bilanz – rund 70.000 Besucher, über 560 Aussteller – zogen nach vier Messetagen nicht nur die Norla-Veranstalter. „Wir sind mit der Resonanz und den Gesprächen am Stand der Akademie in Halle 4 sehr zufrieden“, sagt MarktTreff-Projektmanager Ingwer Seelhoff. Viele Fragen habe es auch zu den schleswig-holsteinischen AktivRegionen gegeben, deren Netzwerk Torsten Sommer von der Akademie für die Ländlichen Räume managt. „So fragten Menschen, wie sie sich am besten in ihren AktivRegionen mit einbringen können oder wie es um die derzeitige Situation bei der Breitbandversorgung steht.“ Dabei half Jürgen Wolff vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume vielen Standbesucherinnen und -besuchern mit kompetenten Antworten und Anregungen weiter.

 

 
Die Themen MarktTreff und Breitbandversorgung diskutierte Schwesings Bürgermeister Wolfgang Sokoll (rechts) am Stand der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins (ALR) mit Hermann-Josef Thoben (ALR), Ingwer Seelhoff (Projektmanagement MarktTreff) und Jürgen Wolff (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume; v. l. n. r.).

     
Torsten Sommer (links) von der Akademie für die Ländlichen Räume informierte viele Besucher über die Aktivitäten der ALR.

  Regelmäßig fanden sich Gesprächsrunden am Stand der ALR und des MarktTreff-Projektes zu unterschiedlichen Themen zusammen.

     
Aktuelle Informationen zum Thema Breitband erhielt Schwesings Bürgermeister Wolfgang Sokoll von Jürgen Wolff (LLUR, rechts).

  Immer wieder füllten Besucherinnen und Besucher Fragebögen aus zum Thema „Leben auf dem Land“.

Ausgiebige Gespräche führten für die Akademie auch deren Vorsitzender Hermann-Josef Thoben und Vorstandsmitglied Birgit Feddersen. Erneut wandte sich die Akademie für die Ländlichen Räume an Besucherinnen und Besucher mit einer Umfrage zum Thema „Leben auf dem Land!“. „Wie im Vorjahr wollten wir beispielsweise erfahren“, so Torsten Sommer von der ALR, „warum die Menschen gern auf dem Land leben, was sich aus ihrer Sicht verbessern muss oder was sie sich speziell für ihr Dorf wünschen.“ Die Beteiligung sei noch besser gewesen als bei der vergangenen Norla. Sommer: „Nun sind wir dabei, die Fragebögen auszuwerten und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.“

 

Aktuell widmet sich die Akademie mit dem Projekt „Neue Nachbarn – Zusammenleben im Ländlichen Raum“ der Flüchtlingsthematik und möchte dadurch den schleswig-holsteinischen Integrationsdiskurs intensivieren und begleiten. Anstehende Fragen der Migration und Integration sollten nicht nur auf der Ebene der Metropolen und Städte diskutiert und beantwortet werden, so die Akademie, sondern auch die ländlichen Räume Schleswig-Holsteins mit ihren Dörfern und kleinen Städten sollten sich mit Chancen und Risiken einer dezentralen Integration von Migrantinnen und Migranten befassen. Dabei sollten soziale Aspekte des Miteinanders eine Rolle spielen wie auch die Frage, ob Integration in ländlichen Räumen sich verträgt mit Besonderheiten und Defiziten ländlicher Infrastruktur und der Daseinsvorsorge auf dem Land. Gemeinsam mit einem Begleitgremium (SHGT, Flüchtlingsrat, Kommunale Ebene, Ehrenamt, MELUR, Innenministerium u. a.) sollen Diskussionen und Austausch gefördert sowie Empfehlungen ausgesprochen werden. Bereits heute gibt es in zahlreichen MarktTreff-Gemeinden erfolgreiche Integrationsarbeit.

 

„Bei dem Norla-Messeauftritt in Rendsburg wurde wieder einmal deutlich, welche vielfältigen Impulse durch die MarktTreffs in den ländlichen Räumen Schleswig-Holsteins gesetzt werden“, lautet das Resümee von MarktTreff-Projektmanager Ingwer Seelhoff. Der Gedanke der multifunktionalen Bündelung und starker Netzwerke – wie die Kooperation der Akademie und des MarktTreff-Projektes auch selbst zeige – sei in vielen Gesprächen am Stand immer wieder betont worden.