Neue Rezeptideen der schleswig-holsteinischen LandFrauen gesucht –
MarktTreff auf dem LandFrauenTag und
dem Bundestreffen der Regionalbewegung

R e n d s b u r g  MT 14.06.2016 – Schleswig-holsteinische LandFrauen verstehen etwas von regionalen Produkten und vom Kochen. So gibt es jeden Monat ein neues Rezept von ihnen auf der MarktTreff-Internetseite. Jetzt sucht der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein, der offizieller Partner des MarktTreff-Projektes ist, die leckersten Rezepte aus dem Land zwischen den Meeren für ein neues Kochbuch.

 

Die Rezeptsammlung, die gemeinsam mit dem Ellert & Richter Verlag entsteht, soll eine kulinarische Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen. Gesucht werden einfache, schnelle und leichte Rezepte aus dem nördlichsten Bundesland. Teilnehmen können alle Mitglieder von schleswig-holsteinischen LandFrauenVereinen. Rezepte sind bis zum 30. Juni 2016 zu senden an: LandFrauenVerband Schleswig-Holstein e. V., z. Hd. Frau Ulrike Michaelis, Grüner Kamp 15-17, 24768 Rendsburg oder info@landfrauen-sh.de.

 

„Eine qualifizierte Jury wird die besten Rezepte für das Buch auswählen", sagt Nele Süß, Pressesprecherin des LandFrauenVerbandes. „Wir sind schon ganz gespannt auf die Kochvorschläge."

 

Das Thema Kochen hatte auch beim diesjährigen LandFrauenTag in den Neumünsteraner Holstenhallen großes Gewicht. „Regional oder international, Genuss oder Reue: Was wollen wir essen?" war das Treffen der rund 2.000 LandFrauen aus allen Landesteilen überschrieben. Stargast war Léa Linster, die Erfolgsköchin aus Luxemburg, die bisher als einzige Frau der Welt den Bocuse d'Or, den Oscar der Gastronomie, gewonnen hat. Linster rief mit Überzeugungskraft und viel Charme dazu auf, sich nicht den Fertigprodukten zu ergeben: „Habt wieder Freude am Kochen, möglichst mit frischen, regionalen Produkten."

 

 

MarktTreff Schleswig-Holstein präsentierte im Foyer den aktuellen Stand des Nahversorgungsprojektes. In zahlreichen Gesprächen mit LandFrauen aus bestehenden oder geplanten Standorten, aber auch aus Dörfern, wo das Thema erst in den Blickpunkt rückt, ging es um viele Aspekte der MarktTreffs.

 

Stark nachgefragt war das MarktTreff-Modell auf dem 8. Bundestreffen der Regionalbewegung in Hamburg. Vier Tage lang trafen sich in der Elbmetropole Experten, die sich intensiv mit regionalen Produkten und Entwicklungen vorrangig in ländlichen Räumen beschäftigten.

 

 

 

Heiner Sindel, Vorsitzender der Regionalbewegung, begrüßte die Teilnehmer des 8. Bundestreffens der Regionalbewegung.   In Podiumsdiskussionen und Workshops wurden verschiedene Aspekte der regionalen Nahversorgung diskutiert.

 

In einer Auftaktrunde zum Thema „Stellenwert der Regionalbewegung in Norddeutschland" diskutierten Dr. Silke Schneider (Staatssekretärin im schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), Christian Meyer (niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Markus Pitz (Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) sowie Prof Dr. Franz-Theo Gottwald von der Schweisfurth-Stiftung. Dabei wurde deutlich, dass staatlich verordnete Zusammenarbeit als nicht zielführend angesehen wird – stattdessen wird auf die Initiative der Akteure „von unten" gesetzt und dabei die Möglichkeit der Unterstützung geprüft. Als ein bundesweit anerkanntes Modell von Multifunktionalität und Zusammenarbeit habe sich das MarktTreff-Modell erwiesen, betonte Staatssekretärin Schneider. Dabei werde nicht auf institutionelle Förderung, sondern auf die Unterstützung des infrastrukturellen Anschubs gesetzt. Prof. Gottwald plädierte in seinen Ausführungen dafür, einen „Bruttoinlands-Glücksindex für gutes Leben" einzuführen.

 

In mehreren Workshoprunden wurden unter anderem Themen wie „Glaubwürdige Regionalität", „Regionalität in der Metropole", „Regionalbanken", „Klimaschutz durch kurze Wege" und „Regionallogistik für Regionalvermarktungsinitiativen" behandelt. Im Workshop „Was ist Nahversorgung? Was braucht Nahversorgung? – regional und multifunktional" stand auch MarktTreff im Fokus. Insbesondere Fragen zur erfolgreichen Vernetzungsstrategie und des kontinuierlichen Erfahrungsaustausches musste Ingwer Seelhoff vom Projektmanagement MarktTreff Schleswig-Holstein beantworten.