MarktTreff und Akademie für die Ländlichen Räume stärken bundesweite Regionalbewegung

K i e l MT 06.03.2014 − Die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V. wird mit dem Projekt MarktTreff Mitglied des Bundesverbandes der Regionalbewegung e. V. Das hat der Vorstand der Akademie beschlossen. Damit wollen sich Akademie und MarktTreff jetzt auch bundesweit stärker in die Diskussion um regionale nachhaltige Entwicklung einbringen.

 

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin hatten sich Helga Klindt, Vorsitzende der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V., Heiner Sindel, Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung, Heinz Frey, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes, und Christina Pfeiffer, Projektkoordinatorin MarktTreff im schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, ausgetauscht und die Idee entwickelt, dass MarktTreff und die Akademie für die Ländlichen Räume in der Regionalbewegung mitwirken könnten.

 


Heiner Sindel, Helga Klindt, Heinz Frey und Christina Pfeiffer (v. l. n. r.).

 

Die Akademie ist seit vielen Jahren offizieller Partner des erfolgreichen Modellprojektes MarktTreff. Da die Regionalbewegung sich in jüngster Zeit verstärkt der Themen Nahversorgung und entsprechender Konzepte annimmt, lag es auf der Hand, dass MarktTreff in dem bundesweiten Bündnis präsent ist.

 

Der Bundesverband der Regionalbewegung hat sich aus dem Aktionsbündnis „Tag der Regionen" heraus entwickelt, das seit über zwölf Jahren alljährlich in einem Zeitraum um den Erntedank-Sonntag herum stattfindet. Mittlerweile kommen in ganz Deutschland mehr als eine Million Menschen zu den über 1000 Veranstaltungen, auf denen regional ansässige Unternehmen und Organisationen die Stärken ihrer Regionen präsentieren - mit ihren Produkten, Handwerksbetrieben, Dienstleistungen und ihrem starken regionalen Engagement. Auf diesem Weg sollen Netzwerke geknüpft und die Idee regionaler Wirtschaftskreisläufe stärker in die öffentliche Diskussion gebracht werden (www.regionalbewegung.de). Das Motto für den diesjährigen „Tag der Regionen", der im Aktionszeitraum vom 26. September bis 12. Oktober 2014 stattfindet: "Aus Liebe zur Region - denken, handeln und genießen."

 

Der Bundesverband der Regionalbewegung bündelt die vielfältigen Aktivitäten, setzt Impulse und sorgt für Vernetzung von Agrarpolitik, regionaler Wirtschaftspolitik und Kommunalpolitik. Landwirtschaft, Handwerk und Dienstleistungsbetriebe bilden aus Sicht der Regionalbewegung dabei das Rückgrat für einen multifunktionalen ländlichen Raum - ergänzt dadurch, die Bürgergesellschaft zu aktivieren, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.

 

Um die Ausweitung von innovativen Nahversorgungsmodellen im Bundesgebiet voranzubringen, lud die Regionalbewegung bereits zu Expertentreffen ein und erarbeitete ein Positionspapier. Darin wird deutlich gemacht, dass Nahversorgung ein multidimensionales Verständnis erfordere. So seien außer dem Bereich der Lebensmittel auch Dienstleistungen, soziale und medizinische Versorgung sowie kulturelle und kommunikative Angebote mit einzubeziehen. Solche multifunktionalen Ansätze sind nach Meinung der Regionalbewegung in Deutschland in verschiedenen Bundesländern bereits entwickelt, wohl am bekanntesten seien das MarktTreff-Projekt in Schleswig-Holstein und das DORV-Modell aus Nordrhein-Westfalen.