MarktTreffs zeigen sich sowohl innovativ als auch traditionsbewusst

K i e l MT 30.09.2013 - „MarktTreffs sind die Tante-Emma-Läden des 21. Jahrhunderts", so beschrieb Spiegel online das bespielhafte schleswig-holsteinische Nahversorgungsprojekt. Dass bei den MarktTreffs sowohl die Tradition wie bei den klassischen Tante-Emma-Läden als auch Innovationen der heutigen Zeit eine wichtige Rolle spielen, zeigt sich aktuell aufs Neue an den Standorten Jörl, Großsolt und Stadum.

 


Die Energiewende vollzieht sich kontinuierlich auch an den 29 MarktTreff-Standorten in Schleswig-Holstein. Vor kurzem hat mit Jörl im Kreis Schleswig-Flensburg der dritte MarktTreff eine E-Tankstelle eröffnet. Nach den MarktTreffs in Witzwort und Brodersby, wo die Kunden bereits seit längerem ihre E-Bikes - und in Witzwort sogar ihre Elektroautos - aufladen können, bietet nun auch der MarktTreff in Jörl den Service für Elektrofahrräder an. „Während die Akkus laden, können die Kunden bequem im Laden ihre Einkäufe erledigen, im Treffbereich Kaffee und Kuchen genießen oder die Umgebung rund um den MarktTreff erkunden", so MarktTreff-Betreiber Holger Schau. Auch für „Sonntagsradler" besteht die Möglichkeit, vor ihrem Nachmittagsausflug zwischen 7 und 12 Uhr im MarktTreff zu frühstücken und parallel das E-Bike startklar zu machen. Für die Gemeinde ist dies jedoch noch nicht genug: Wie bereits von der Gemeinde St. Margarethen für ihren MarktTreff erfolgreich umgesetzt, denkt auch Jörl über den Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des MarktTreffs nach, um eigenen Strom zu produzieren.


 

Mit viel Energie beteiligte sich der MarktTreff in Großsolt an einer besonderen Premiere: Auf Initiative des Sportvereins Großsolt-Freienwill, der im MarktTreff-Gebäude seine Geschäftsstelle hat, wurde jetzt mit Hilfe des MarktTreff-Teams und der Feuerwehr in Mühlenbrück ein Spendenlauf zugunsten der Deutschen Krebshilfe veranstaltet. Rund 100 Teilnehmer aller Altersgruppen - die älteste Starterin war über 80 Jahre alt - waren beim „Lauf gegen Krebs" dabei und joggten, walkten oder gingen eine Anzahl an Runden, die jeder Teilnehmer selbst bestimmte. Für jede Runde, die am MarktTreff begann und endete, wurde ein freiwilliger Beitrag gespendet. Als Gesamtergebnis wurden knapp 2.000 Euro an die Deutsche Krebshilfe überreicht. Ladenleiter Frank Ketels war genauso begeistert wie alle anderen Beteiligten: „Die Veranstaltung ist so gut angenommen worden, sodass wir einen hohen Betrag ,erlaufenʻ haben. Das wollen wir in 2014 auf jeden Fall wiederholen."

 

    

 

 

Dass gute Traditionen gepflegt werden müssen, zeigt die Gemeinde Stadum im Kreis Nordfriesland. Vor kurzem wurde im MarktTreff das Jubiläum „100 Jahre Kaufmannsladen in Stadum" gefeiert. „Der Stadumer Kaufmann war seit 1913 im Familienbesitz der Familie Jensen und wurde bis 1999 auch immer von Mitgliedern der Familie Jensen geführt", erinnert sich Bürgermeister Werner Klingebiel. „1998 hat die Gemeinde Haus und Grundstück gekauft und im Zuge der Dorferneuerung den Erfordernissen eines modernen Ladens angepasst. So ist unser MarktTreff entstanden." Seit Dezember 2011 führt der junge Stadumer Kaufmann Daniel Petersen den Laden, der passend zum Jubiläum 100 Artikel zu besonderen Preisen sowie eine Tombola und weitere Überraschungen für seine Kunden angeboten hat.