Kundenorientierung und Einkaufserlebnis:
MarktTreffs liegen im Trend

Alt Duvenstedt MT 13.03.2013 - MarktTreff-Betreiber aus ganz Schleswig-Holstein trafen sich jetzt in Alt Duvenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde), um mit anerkannten Handels-Profis ihre Erfahrungen auszutauschen. „Mit ihrer starken Kundenorientierung machen die MarktTreff-Betreiber das Richtige. Einzelhandel ist und bleibt ein People Business", resümierte Ralf Lambert, Bereichsleiter Customer Management Department Trader von METRO Cash & Carry, einem Mitglied der METRO Group, das Treffen. Neben Lambert war Monika Dürrer, Geschäftsführerin beim Einzelhandelsverband Nord, der Einladung zum Erfa-Treffen gefolgt und berichtete über Trends und Perspektiven im Einzelhandel.


Der Einzelhandelsverband Nord ist der jüngste Partner der MarktTreffs und vertritt auch die Interessen der rund 800 Händler im Land Schleswig-Holstein. In ihrem Vortrag stellte Dürrer die enormen technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre heraus: „Gerade im ländlichen Raum muss man sich auf zunehmend ältere Kundinnen und Kunden und ihre besonderen Bedürfnisse einstellen. Sitzmöglichkeiten, leserliche Preise, rutschfeste Böden gehören zu den Kriterien eines ‚Generationenfreundlichen Einkaufens‘. Mit diesem Label zertifizieren und unterstützen wir unsere Einzelhändler", so Dürrer. Der MarktTreff in Tetenhusen sei erster ausgezeichneter Laden dieser Art. Ebenso riet Dürrer den MarktTreff-Betreibern, die Entwicklung zu mehr Online-Einkäufen und persönlichem Lieferservice genau zu beobachten. „Wer diesen Trend ausblendet, verpasst große Chancen." Ansonsten würden die MarktTreffs nach Dürrers Beobachtung alles richtig machen.

 

 
 
 

 

Diese Einschätzung teilte Ralf Lambert von der METRO: „Die METRO group ist zwar ein global tätiger Handelskonzern mit 120.000 Mitarbeitern. Aber am Ende entscheidet auch bei uns der einzelne Kundenkontakt." Lambert lobte die starke Kundenorientierung der einzelnen MarktTreff-Betreiber und verwies auf ein neues Einkaufsverhalten der jungen Generation: „Viele junge Menschen finden den Lebensmittel-Einkauf nicht mehr spannend. Sie suchen einfache Lösungen - und die sollten Sie bieten." Als Beispiel für eine innovative Geschäftsidee in diesem Bereich sprach er das Konzept von „Emmas Enkel" aus Düsseldorf an. Hier würde erfolgreich die „gute alte Zeit" mit dem „Convenience-Gedanken" verbunden. In puncto Lieferservice und Online-Bestellung verwies auch Lambert auf die rasante technologische Entwicklung.

 

 
   

 

Das enorme Potenzial der MarktTreffs wurde bei der Vorstellung von Aktionen und Aktivitäten der einzelnen Standorte deutlich. Der MarktTreff Witzwort ist seit kurzem E-Tankstelle für Automobile, der MarktTreff in Kirchbarkau hat gerade eine „Table Quiz" für Kunden und Bürger durchgeführt - als sehr erfolgreiche Veranstaltung der Kundenbindung mit 52 Teilnehmern. Am Standort Ladelund arbeitet man aktuell an der Verwirklichung eines Bürgerbus-Systems mit ehrenamtlicher Beteiligung.

 

Den MarktTreff-Betreibern sprach Hermann-Josef Thoben vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ein großes Kompliment aus: „Es sind immer wieder Ihre Begeisterung und Ihre Aktivitäten, die das MarktTreff-Modell weiter bringen. Was wir hier hören und vor Ort im Land erleben, hat Strahlkraft bis zur EU nach Brüssel."