Viel Aufmerksamkeit für MarktTreff im Brüsseler Europaparlament

B r ü s s e l  MT 19.09.2012 -  Beim Thema MarktTreff geriet Ministerpräsident Torsten Albig im Europäischen Parlament in Brüssel ins Schwärmen. In seiner Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung Neue Wege für Leader - Zukunft für ländliche Entwicklung" schilderte er begeistert, wie der Hof Viehbrook entwickelt wurde und jetzt auch noch einen MarktTreff eröffnet. Fast eine Woche lang stellen auf Einladung von Ulrike Rodust, Mitglied des Europaparlaments (MdEP) aus dem nördlichsten Bundesland, AktivRegionen ihre aktuellen Projekte und das seit zehn Jahren erfolgreiche Modellvorhaben MarktTreff in der belgischen Hauptstadt vor.

 

Ulrike Rodust und Helga Klindt, Vorsitzende der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins e. V. (ALR), eröffneten gemeinsam die Ausstellung, die bereits tagsüber mit einem „lebendigen" AktivRegionen-Projekt Menschen im Parlamentsgebäude in ihren Bann geschlagen hatte: der Kinder- und Jugend-Circus Ubuntu aus Horst (Kreis Steinburg) sorgte mit spektakulären Jonglierkünsten für Staunen und brachte selbst Europaabgeordnete dazu, einen Kurzworkshop mit drei Bällen zu absolvieren – meist mit Erfolg.

 

 

 

Helga Klindt (l.), Vorsitzende der Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins, und Ulrike Rodust, EU-Parlamentsabgeordnete und Initiatorin der Ausstellung, eröffneten die Schau im EU-Parlament in Brüssel. 

 

 


 

Torsten Albig kam zum ersten Mal als Ministerpräsident nach Brüssel und sprach zur Eröffnung der Ausstellung im Europäischen Parlamentsgebäude in der belgischen Hauptstadt.

 

 

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig, der in seiner neuen Funktion zum ersten Mal Brüssel besuchte, stellte heraus, mit welcher Energie und Ideen Bürgerinnen und Bürger Projekte nicht nur entwickelten, sondern auch umsetzten. Leader, so Albig, zeige eindrucksvoll: „Europa wächst von unten – oder gar nicht!" Dies sei in der Ausstellung auf vielfältige Weise zu erleben. So auch beim Projekt MarktTreff.

 

Es sei beeindruckend, was die Schleswig-Holsteiner Europa im Brüsseler Parlament präsentieren. „Ich bin stolz auf Sie", sagte Albig - insbesondere in Richtung der Projektträger und Beteiligten, Vorsitzenden und Manager von AktivRegionen, Vertreter des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und dessen nachgeordneten Landesamtes, die aus Anlass der Ausstellung nach Belgien gereist waren, um zahlreiche Gespräche mit EU-Vertretern gerade in Hinblick auf die neue Förderperiode 2014-2020 zu führen.   

 

ALR-Vorsitzende Helga Klindt hob bei der Eröffnung hervor, dass die Leader-Prozesse und die AktivRegionen ohne Zweifel für Schleswig-Holstein zum Lebenselixier für Dorf- und Regionalentwicklung geworden seien. Diesen so wichtigen Ansatz der ländlichen Entwicklung wolle die Akademie gern mit der neuen Landesregierung fortführen und ausgestalten. Ein Hinweis, der von Ministerpräsident Albig sehr positiv aufgenommen wurde.

 

EU-Parlamentarierin Ulrike Rodust betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass die Ausstellung genau zum richtigen Zeitpunkt in Brüssel präsentiert werde. Mitten in den Beratungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik – und somit auch zur zweiten Säule und zum Thema der gerechten Verteilung zwischen städtischen und ländlichen Räumen – könne in der Ausstellung nun gesehen werden, was alles in der Entwicklung der ländlichen Räume möglich ist.

 

Luis Manuel Capoulas Santos, portugiesischer Europaabgeordneter und Berichterstatter ELER-Verordnung, dankte seiner Kollegin Rodust ausdrücklich dafür, solch eine beeindruckende Ausstellung nach Brüssel gebracht zu haben. Und Georg Häusler, Österreicher und Kabinettschef von EU-Kommissar Dacian Cioloş, sagte: „Schleswig-Holstein ist die stärkste Leader-Region Deutschlands." Das Bundesland biete mit seinen AktivRegionen und dieser Ausstellung ein sehr gutes Beispiel für Europa.

 

Bereits vor der offiziellen Eröffnung ließen sich zahlreiche Europaparlamentarier, Mitarbeiter des Parlaments und Besucher – darunter aus Japan – am Stand über das MarktTreff- und andere schleswig-holsteinische Projekte informieren. Bei Anthony Brown von der Independent Party aus Großbritannien löste der in Schleswig-Holstein eingeschlagene Weg beispielsweise Begeisterung aus. Der 48-jährige Parlamentarier Indrek Tarand (Mitglied der Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz) aus Estland schilderte aus seinem Land viel dramatischere Situationen im Vergleich zu Schleswig-Holstein, was die Grundversorgung gerade in kleinen Dörfern angeht. Als Denkanstoß nahmen gleich mehrere Österreicher die MarktTreff-Idee auf, um sich intensiver mit der Thematik zu beschäftigen.

 

 
ALR-Vorsitzende Helga Klindt hob die Beudeutung von Leader für die Entwicklung der ländlichen Räume hervor.
  Georg Häusler, Kabinettschef von EU-Kommissar Dacian Cioloş, bewertete die Ausstellung als beispielhaft.

 

 
Luis Manuel Capoulas Santos, portugiesischer Europaabgeordneter und Berichterstatter ELER-Verordnung, dankte seiner Parlamentskollegin Ulrike Rodust für die Initiative zur Schleswig-Holstein-Ausstellung.

  Ulrike Rodust, Mitglied des Europaparlaments, brachte ihre Freude darüber zu Ausdruck, dass die Ausstellung nach intensiver Vorbereitung Realität geworden sei.

 

 

Gefragt waren die kurzen Jonglier-Workshops bei Lonne, Charlotte und Dimitrios vom Jugend-Circus Ubuntu, der die Gäste begeisterte.
  Tauschten sich intensiv zum Thema MarktTreff aus: Kirsten Voß, Ministerpräsident Torsten Albig, Ulrike Rodust und Christian Rahe (v.l.n.r.).

 

 
Torsten Sommer, Manager des Regionen-Netzwerkes Schleswig-Holstein, diskutierte mit Luis Manuel Capoulas Santos (MdEP, Mitte) über Leader und Europa.
  Kabinettschef Georg Häusler (links) im Gespräch mit Hermann-Josef Thoben aus dem schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR).

 

     
Sie redeten zur Eröffnung der Schleswig-Holstein-Ausstellung im Europäischen Parlament (v. l. n. r.): Helga Klindt (Vorsitzende der ALR), Georg Häusler (Kabinettschef), Torsten Albig, Ulrike Rodust (MdEP) und Luis Manuel Capoulas Santos (MdEP).

 

 

Als Dankeschön erhielten die Redner jeweils einen Präsentkorb mit Informationen über und Spezialitäten aus Schleswig-Holstein.


 

Jürgen Muhl, stellvertretender Chefredakteur des sh:z-Verlages (links), der in Brüssel das Medienprojekt AktivRegion21 präsentierte, tauschte sich mit Hermann-Josef Thoben (MELUR) aus.

 

  Zu den schleswig-holsteinischen EU-Parlamentariern, die zu der Ausstellungseröffnung kamen, zählten auch Reimer Böge (im Bild) und Britta Reimers.
 
Jürgen Wolff vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (rechts) erläuterte bei der Eröffnung Gästen die Ausstellung.

 

  Wagte sich bei der Ausstellungseröffnung zwischen die wirbelnden Jonglierkeulen des Circus Ubuntu: Ministerpräsident Torsten Albig.
 
Ministerpräsident Torsten Albig ließ sich von Weberin Birgit Peters das grenzübergreifende AktivRegionen-Projekt "Kunstpunkte" erläutern.

 

  Helga Klindt überraschte Ministerpräsident Torsten Albig in Brüssel mit Schleswig-Holstein-Spezialitäten.
     

Jürgen Blucha (HanseOffice) im Austausch mit  Karin Ellermann-Kügler (EU-Verbindungsbüro der Landwirtschaftskammern).

 

 

  Im zentralen Bereich des Europäischen Parlamentsgebäudes: die Schleswig-Holstein-Ausstellung, auf der sich auch MarktTreff präsentiert.

 
Jonglieren mit Rot, Grün und Blau: Ministerpräsident Torsten Albig hatte schnell den Bogen raus.   Ministerpräsident Torsten Albig ließ sich aktuelle Aspekte der ländlichen Entwicklung von Hermann-Josef Thoben (MELUR) erläutern.

 

     
Karin Hansen von der AktivRegion Südliches Nordfriesland im Gespräch mit Ministerpräsident Torsten Albig.
  AktivRegionsmanager Max Triphaus (rechts) tauschte sich mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident über die AktivRegion "Hügelland am Ostseestrand" aus.

 

 
Waren die jungen Stars des Eröffnungsabends: Lonne Peters, Charlotte Görrissen und Dimitrios Siakas, die Jongleure und Akrobaten vom Circus Ubuntu.

 

  Bereits vor der Eröffnung nutzten Mitarbeiter des Europäischen Parlaments die Ausstellung zur Information - und zum Jonglieren.
     
Ulrike Rodust kommentierte ihren Auftritt zwischen den wirbelnden Jonglierkeulen mit den Worten: "Politiker brauchen Mut!".
 

EU-Parlamentarier Indrek Tarand aus Estland informierte sich erst über MarktTreff - dann griff er zu den Jonglierbällen.

 

     
EU-Parlamentarier Indrek Tarand aus Estland informierte sich erst über MarktTreff - dann griff er zu den Jonglierbällen.
 

Anschließend konnten Tsuguki Ishio aus Tokio und sein Kollege den Bällen nicht widerstehen und wurden von Sebastian Geissler in die Jonglierkunst eingewiesen.

 

     
Gülzow in Brüssel: Der MarktTreff aus der lauenburgischen Gemeinde gehört als Beispiel zu der Schleswig-Holstein-Ausstellung.