Discounter-Preise stärker gestiegen – MarktTreff-Kunden im Vorteil

MT 22.02.2012 – Einer Studie zufolge haben die als besonders günstig geltenden Lebensmitteldiscounter 2011 überdurchschnittlich die Preisschraube nach oben gedreht. Dies berichtet aktuell der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag. Im Jahresmittel seien die Preise bei den Discountern um 4,5 Prozent gestiegen, wird eine Analyse des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK zitiert. In Supermärkten hätten Lebensmittel im Schnitt dagegen nur 2,1 Prozent mehr gekostet, im gesamten Lebensmittelhandel habe der Preisauftrieb bei 2,8 Prozent gelegen.

 

Angesichts knapper Gewinnspannen seien die Discounter wie Aldi und Lidl nicht umhin gekommen, die teils massiv gestiegenen Rohstoffkosten in die Verkaufspreise einzupflegen, so die GfK-Handelsexperten. Einer der größten Treiber sei dabei der Kaffeepreis gewesen. Die „extrem preisbewusste Discounterklientel" habe auf die Entwicklung reagiert und sei zum Teil zu anderen Anbietern gewechselt, berichten in diesem Zusammenhang „Wirtschaftswoche" und das Nachrichtenmagazin „Focus".

 

„Diese Entwicklung verstärkt das Argument, dass sich Einkaufen in den schleswig-holsteinischen MarktTreffs mit ihren zudem vielen Produkten aus der Region immer mehr lohnt", sagt Ingwer Seelhoff vom MarktTreff-Projektmanagement. „Hinzu kommt noch der aktuelle Preissprung bei Benzin- und Dieselpreisen: Da sind kurze Wege zu den MarktTreffs anstatt langer Fahrwege im ländlichen Raum ein weiterer Vorteil."

 

Markt für Bio-Produkte wächst

 

Die wachsende Bedeutung von Bio-Produkten zeigte sich jetzt auf der entsprechenden Weltleitmesse, der „BioFach" in Nürnberg, und der parallel stattfindenden Messe für Naturkosmetik und Wellness, der „Vivaness". Dort verkündeten die Branchenakteure erneut Zuwächse. Der deutsche Bio-Markt legte 2011 um neun Prozent auf 6,59 Milliarden Euro zu, international werden mit Bio-Ware knapp 60 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Rund 40.000 Fachbesucher aus 130 Ländern informierten sich bei 2.420 Ausstellern. Schleswig-Holstein präsentierte sich zum neunten Mal mit einem großen Gemeinschaftsstand, auf dem eine breite Palette hochwertiger Produkte aus ökologischer Erzeugung vorgestellt wurde.

 

In Schleswig-Holstein werden über 35.000 Hektar landwirtwirtschaftlicher Flächen ökologisch bewirtschaftet. Das sind 3,7 Prozent der Agrar-Gesamtfläche. Wichtige Produktbereiche für die 493 ökologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe in Schleswig-Holstein sind Getreide, Obst und Gemüse, Milch sowie Fleisch von Rindern, Schweinen und Schafen.

 

Regional und lecker – Rezepte der LandFrauen

 

Was an besonderen Gaumenfreuden aus regionalen Produkten gezaubert werden kann, wissen Schleswig-Holsteins LandFrauen. So stößt ihr neuer Service auf der Internetseite ihres Partners MarktTreff Schleswig-Holstein (www.markttreff-sh.de) auf reges Interesse: Jeden Monat stellt einer der zwölf Kreisverbände des LandFrauenVerbandes eines ihrer Lieblingsrezepte vor. Den Auftakt machte Ingetraud Schmidt-Bohlens vom LandFrauenVerband Herzogtum Lauenburg mit Wildrücken vom Hirsch, Wildschwein oder Reh. Im Februar folgte der Sauerkrautstrudel von Karin Greve vom LandFrauenVerband Rendsburg-Eckernförde.

 

Erfolgreich gestartet worden war das Projekt von MarktTreff und LandFrauenVerband Schleswig-Holstein (www.landfrauen-sh.de) von LFV-Präsidentin Marga Trede auf der 77. Internationalen Grünen Woche in Berlin. „Dort ging die Rezept-Premiere auch in gedruckter Form weg wie die berühmten ‚warmen Semmeln‘", sagt Ingwer Seelhoff vom MarktTreff-Projektmanagement. Und das nächste Rezept folgt: Im März verrät Antje Jandrey vom LandFrauenVerband Plön ihre leckere Variante für Frikadellen mit überbackenem Porree natürlich wieder mit vielen regionalen Zutaten.