MarktTreff in Kirchbarkau feierte sein Jubiläum
mit Staatssekretär Rabius

K i r c h b a r k a u  MT 07.11.2011 – „Das zehnjährige Jubiläum des MarktTreffs in Kirchbarkau ist ein Zeichen dafür, wie erfolgreich das schleswig-holsteinische MarktTreff-Modell mittlerweile etabliert ist." Dies sagte Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume jetzt bei der Festveranstaltung des MarktTreffs im rund 750 Einwohner zählenden Kirchbarkau (Kreis Plön).

Bereits Ende der 1990-er Jahre hatte die Landesregierung Schleswig-Holstein das Modell MarktTreff gemeinsam mit engagierten Akteuren aus den Regionen, aus Wirtschaft, Verbänden und Gesellschaft entwickelt. Heute gibt es bereits 28 MarktTreffs in Schleswig-Holstein. „MarktTreffs schaffen Arbeitsplätze, stärken die Dorfgemeinschaft und bündeln vielfältige Angebote. Dafür ist der MarktTreff Harms seit einem Jahrzehnt ein gutes Beispiel", so Staatssekretär Rabius: „Hier wird eingekauft. Hier begegnen sich Jung und Alt. Hier informieren sich Menschen. Alles unter einem Dach." Dazu gratulierte Rabius Kirchbarkaus Bürgermeister Franz Schwarten, MarktTreff-Betreiber Heinz-Jürgen Harms und den Menschen in Kirchbarkau.

 

Harms, der am Jubiläumstag selbst 63 Jahre alt wurde, freute sich sehr, dass gerade Staatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius zum zehnjährigen MarktTreff-Bestehen wieder nach Kirchbarkau kam - war er doch bereits beim fünfjährigen Jubiläum Ehrengast gewesen. „Der MarktTreff in Kirchbarkau ist jetzt seit zehn Jahren ein positives Beispiel dafür, wie ein MarktTreff als Kombination aus moderner Einkaufsmöglichkeit, kleinem Dienstleistungszentrum und Treffpunkt die Lebensqualität in einem Dorf verbessern kann", betonte der Staatssekretär. Allerdings sei auch zukünftig das kontinuierliche Bekenntnis und Engagement der Dorfgemeinschaft unverzichtbar, um den MarktTreff als prägendes Element der Grundversorgung zu erhalten. Ein Plädoyer, dem sich alle Festredner ausnahmslos anschlossen.

 
   

 

Kreispräsident Peter Sönnichsen hob hervor, dass in Zeiten des demografischen Wandels gerade die Besinnung auf die Stärken von lokalen Einheiten – wie der MarktTreff in Kirchbarkau – eine zunehmende Bedeutung habe. Dr. Norbert Langfeldt, Amtsvorsteher des Amtes Preetz-Land, wies darauf hin, dass das Projekt MarktTreff aus einer erfolgreichen LSE (Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse) hervorgegangen sei. Kirchbarkaus ehemaliger Bürgermeister Horst-Peter Schwarten – treibende Kraft auf dem Weg zum MarktTreff in der Gemeinde am Bothkamper See – ließ Revue passieren, wie Klippen umschifft, Hürden genommen und immer wieder Verbesserungen vorgenommen wurden, um einen attraktiven MarktTreff für Bürgerinnen und Bürger bieten zu können. Insgesamt wurden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Dabei flossen circa 558.000 Euro als Zuschüsse aus EU-, Bundes- und Landesmitteln.

 

Kirchbarkaus Bürgermeister Franz Schwarten dankte nicht nur den zahlreichen Gästen aus Vereinen, Institutionen, Verwaltung, Politik und Dorfgemeinschaft für die rege Teilnahme an diesem Jubiläum. Insbesondere galt sein Dank Kaufmann Heinz-Jürgen Harms und seiner Frau Ingrid für ihren großen Einsatz in den vergangenen zehn Jahren, der zum Erfolg des MarktTreffs geführt habe. Barbara Schröder, treue Kundin des MarktTreffs, schilderte ihren Dank an das Ehepaar Harms und die Gemeinde auf sehr persönliche Weise: Vor fast einem Jahrzehnt habe ihre Familie ganz bewusst entschieden, nach Kirchbarkau zu ziehen. Dabei sei neben Kindergarten und Grundschule ein wichtiger Punkt gewesen, dass es einen MarktTreff gebe. Das sei geradezu ein Glück für das Dorf. Deshalb hoffe sie, dass dies auch in Zukunft so bleibe. Die Menschen in Kirchbarkau hätten es selbst in der Hand: wenn sie sich zu ihm bekennen würden und ihn kontinuierlich nutzten.

 

 
   

 

Der MarktTreff in Kirchbarkau bietet seit einem Jahrzehnt seinen Kunden alles für den täglichen Bedarf. Außer umfangreichen Lebensmittel- und Dienstleistungsangeboten sind es die zusätzlichen Serviceleistungen, die den MarktTreff in Kirchbarkau so attraktiv machen. Und die reichen von Lieferdienst, gemütlicher Treffecke, Tausch- Bibliothek mit 1500 Büchern, dem Bürgerteam des Amtes Preetz-Land (jeden Montag von 15 bis 17 Uhr) bis zur Zahnarztpraxis im Obergeschoss.



   

 

Heinz-Jürgen Harms bedankte sich für die vielen Glückwünsche und machte noch einmal deutlich, welche Entwicklung der MarktTreff genommen hat. Seien zunächst rund 2000 Artikel im Angebot gewesen, so sei die Zahl jetzt auf 3500 angestiegen. Harms dankte den Lieferanten und Partnern – insbesondere Bartels-Langness –, die ihn tatkräftig in den vergangenen zehn Jahren und beim Jubiläum begleitet hätten.

 

Emotionaler Höhepunkt war der vielstimmige Chor des „Evangelischen Kindergartens unterm Regenbogen", der ein selbstgedichtetes Lied vortrug, bevor er sich selbst in den Jubiläumstrubel mit Aktions-Clown, Glücksrad und Kinderschminken stürzte. Tenor des Liedes: ohne MarktTreff Harms geht es nicht in Kirchbarkau. Heinz-Jürgen Harms ganz gerührt: „Besser hätte man alle Festreden nicht zusammenfassen können!"