Große Nachfrage beim MarktTreff in Berlin

Berlin MT 31.01.2011 – Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner zeigte sich beeindruckt, Fachbesucher und breites Publikum erhielten zahlreiche Informationen, Schleswig-Holstein rückte mit seinen innovativen Ideen für den ländlichen Raum weiter in den Fokus: "Unsere Bilanz für das MarktTreff-Projekt auf der Internationalen Grünen Woche 2011 fällt sehr positiv aus", sagt Hermann-Josef Thoben vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. "Einen so kontinuierlichen Strom interessierter Besucher hatten wir bisher noch nie."

Bereits zum vierten Mal war das Projekt MarktTreff auf der Grünen Woche unter dem Berliner Funkturm vertreten. In diesem Jahr auf dem schleswig-holsteinischen Gemeinschaftsstand mit der AktivRegion Mittelholstein in Halle 21 b. Dass MarktTreff bundesweit als führendes Beispiel für die neue Grundversorgung im ländlichen Raum gilt, zeigte sich auch beim Besuch von Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

 

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner besuchte zum ersten Mal den MarktTreff-Stand auf der Internationalen Grünen Woche – und steckte sich aus Sympathie gleich einen MarktTreff-Pin an.

 

 

Ausführlich ließ sich Ministerin Aigner über das Projekt MarktTreff informieren. 

Auf die Frage, welchen Eindruck sie von dem schleswig-holsteinischen Projekt MarktTreff habe, antwortete die gebürtioge Oberbayerin: „Ich finde das total toll, das hat es ja früher eigentlich immer im Dorf gegeben, dass man sich irgendwo getroffen hat." Das seien Sozialgefüge. Es werde durch die demographische Entwicklung immer wichtiger – auch für ältere Menschen –, vor  Ort etwas einkaufen, sehr gebündelt seine Bedürfnisse abdecken zu können. Aigner: „Wenn ich jetzt hier bei MarktTreff sehe Kerngeschäft plus Dienstleistungen plus sogar Treffpunkt, dann habe ich drei schöne Sachen - das ist echt Klasse!"

 

Ähnlich äußerte sich bei ihrem Besuch Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen und ehemalige Ministerin in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt MarktTreff gefalle ihr sehr gut und sie wünsche weiter viel Erfolg dabei, sagte die gebürtige Flensburgerin. Beispielhaft sei, "mit den Landfrauen zusammen und den bäuerlichen Strukturen vor Ort dafür zu sorgen, dass der Laden im Dorf bleibt, dass auch noch eine Veranstaltungshalle da ist und dass eben Leben auf dem Dorf ist, damit es auch weiter attraktiv ist, dort zu wohnen." Können die anderen Bundesländer von den Schleswig-Holsteinern lernen? Höhn: "Ich glaube, man kann immer voneinander profitieren. Das ist total wichtig. Ich habe zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen eine Käsestraße eingeführt – und ich meine, in Schleswig-Holstein hatten sie das schon. Also habe ich eine gute Idee von Schleswig-Holstein übernommen."

 

Die MarktTreff-Betreiber Rolf Volquardsen (Jörl) und Alf Schmidt (Brodersby), die LandFrauenVereins-Vorsitzenden Rosita Ernst-Thoroe (Jörl) und Anne Thom (Kappeln) erläuterten gemeinsam mit Ingwer Seelhoff und Dieter Witasik vom MarktTreff-Projektmanagament den vielen Interessierten die Erfolgselemente des MarktTreff-Projektes. Seelhoff: "Die Menschen zeigen sich beeindruckt, dass wir in Schleswig-Holstein nicht nur Konzepte entwickeln, sondern sie auch erfolgreich auf dem Lande umsetzen." So auch auf dem Stand der Europäischen Kommission, wo MarktTreff-Projektmanager Seelhoff (ews group) Ziele, Lösungswege und Umsetzungen vorstellte.

 

Zu einer lebendigen Diskussion kamen am MarktTreff-Stand die schleswig-holsteinischen Bürgermeister Peter Ewaldsen aus Neukirchen, Werner Klingebiel aus Stadum und Wolfgang Rudolph aus Wester-Ohrstedt mit Vertretern der HafenCity Universität Hamburg zusammen. Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger und drei Studierende aus dem Studienprojekt "Zukunft auf dem Lande" vertraten die These, MarktTreffs seien die idealen Ausgangspunkte für regionale Netzwerke. Schleswig-Holstein sei im internationalen Vergleich sehr weit, was Kooperation und Innovation in ländlichen Regionen anginge. "Hier wird kreativ und mit professioneller Begleitung die Zukunft entwickelt", so Prof. Krüger. Dem schloss sich Peter Ewaldsen an: "Wir blicken in unserer Gemeinde nach vorn und wünschen uns ein attraktives Zentrum. Mit einem MarktTreff, mit Arzt und weiteren Angeboten. Erst kürzlich haben wir einen Innovationsausschuss gegründet." Ewaldsen lud spontan die Studierendengruppe zu einer Bürgerversammlung ein. Hermann-Josef Thoben vom MLUR freute sich über die Einschätzung der Studierenden und wertete die Diskussion als sehr befruchtend: "Wir sind immer offen für Gespräche mit Bürgermeistern. Sie sind letztlich unsere Kunden – und so erfahren wir am besten, wo wir gemeinsam noch besser werden können."

 

Über die Bedeutung regionaler Qualitätssiegel tauschte sich der Österreicher Michael Ehnert von der Generaldirektion für
Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission und Leiter der Abteilung Gesetzgebung zur Qualität von Agrarprodukten. Wir wollen Agrarqualitätszeichen zum besseren Absatz von hochwertigen Produkten etablieren. Ein Vorhaben, das von MarktTreff-Vertretern begrüßt wurde, da gerade in MarktTreffs regionale Produkte eine immer bedeutendere Rolle spielen.

 

Kontinuierlich produzierte der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag aus der Gläsernen MarktTreff-Redaktion heraus Nachrichten und Geschichten für die Video-, Online- und Druckausgaben des Verlagshauses, zudem täglich ein Messe-Spezial "Aktuell", das weiter im Internet unter www.shz.de/gruenewoche downloadbar ist. 

 

 

Hermann-Josef-Thoben vom Landwirtschaftsministerium in Kiel erläuterte Ministerin Aigner die Bedeutung von MarktTreffs für die ländliche Entwicklung.

 

 

Hauke Mormann vom sh:z interviewte Bundesministerin Ilse Aigner zum Thema MarktTreff.

 

Ingrid Nestle, Flensburger Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen tauschte sich mit Projektmanager Ingwer Seelhoff über MarktTreffs in Schleswig-Holstein aus.

 

 

Die Werbe-Milchkuh kam vom Nachbarstand der Europäischen Kommission zu MarktTreff-Betreiber Rolf Volquardsen und LandFrau Rosita Ernst-Thoroe. 

 

Auf der Bühne der Europäischen Kommission stellte Projektmanager Ingwer Seelhoff (links) das MarktTreff-Modell vor – darunter auch das landesweite Leuchtturmprojekt MarktTreff Heidgraben.

 

 

Landesbauernpräsident Werner Schwarz (links) und sein Stellvertreter Peter Lucht bissen am MarktTreff-Stand zu - sehr zur Freude ihres Vorstandskollegen Klaus Dahmke. 

 

 

Rolf Volquardsen, MarktTreff-Betreiber aus Jörl, diskutierte mit Landesbauernpräsident Werner Schwarz aktuelle Fragen.

 

Als Botschafter Schleswig-Holsteins und der MarktTreffs auf der Grünen Woche unterwegs: die Stapelholmer Tanz- und Trachtengruppe.

 

 

Der Österreicher Michael Ehnert, Leiter der Abteilung Gesetzgebung zur Qualität von Agrarprodukten bei der Europäischen Kommission, informierte sich am MarktTreff-Stand über die Einbindung regionaler Produkte.

 

 

Trafen sich am MarktTreff-Stand: Helga Klindt, Vorsitzende der Akademie für die Ländlichen Räume Schgleswig-Holsteiuns und Prof. Dr. Hans-Jürgen Block, Vorstand der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein.

 

 

Moderatorin Heike Götz (links) sprach mit Hans-Joachim und Angela Neelsen von der SwinGolf-Anlage Möllhagen in der AktivRegion Mittelholstein.

 

 

Zahlreiche Fachgespräche führten Hermann-Josef Thoben vom Landwirtschaftsministerium (Mitte) und Dieter Witasik vom MarktTreff-Projektmanagement (rechts). 

 

 

Interview am Stand ihrer ursprünglichen Heimat: Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, stammt aus Flensburg.

 

 

Ruhe vor dem Ansturm: Rosita Ernst-Thoroe, Vorsitzende des LandFrauenVereins Jörl, kurz vor Öffnung der Messetore für die Besucher.  

Fachlicher Austausch: Jörg Bülow, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, und Jürgen Wolff vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

 

     
Alf Schmidt, Leiter des MarktTreffs Brodersby, hatte auch das aktuelle europakritische Buch von Zeit-Autor Dr. Jochen Bittner im Gepäck. Bittner lebt in Brüssel und Brodersby.  

Bürgermeister Udo Tesch (rechts) aus Heidgraben schaute beim MarktTreff-Stand vorbei. In Heidgraben entsteht ein MarktTreff als neues Dorfzentrum.

 

     

Bürgermeister, Wissenschaftler und Fachleute aus dem ländlichen Raum diskutierten am MarktTreff-Stand.

 

  Dabei standen Fragen der Innenentwicklung von Dörfern und der regionalen Nahversorgung im Fokus.
     
Prof. Dr.-Ing. Thomas Krüger (Zweiter von rechts) von der HafenCity Universität Hamburg wies auf die Bedeutung von MarktTreffs für die ländliche Entwicklung hin.