Delegationen auf MarktTreff-Tour

Kiel MT 03.11.2010 - Gleich mehrfach stand jetzt das schleswig-holsteinische MarktTreff-Projekt auf der Besuchsliste von Delegationen. Zudem präsentierte sich MarktTreff bei der 1. Info-Börse der AktivRegionen Schleswig-Holstein in Rendsburg.

Der MarktTreff in Witzwort ist häufig das Ziel von Delegationen, die sich über das weit über die Landesgrenzen bekannte schleswig-holsteinische Erfolgsprojekt informieren möchten. Doch jetzt gab es für MarktTreff-Betreiber Maik Schultze eine Premiere: Gleich aus drei Staaten - Polen, Lettland und Weißrussland - kam die Besuchergruppe, die er im Witzworter Laden und Treffpunkt empfing.

 

   

 

26 Gäste aus Hajnowka (der polnischen Partnerregion des Amtes Nordsee-Treene), aus dem Baltikum und dem 1600 Kilometer entfernten weißrussischen Brest erkundeten mehrere Tage lang die Eider-Treene-Sorge-Region. Vorrangiges Thema: Welche Rolle spielt heute die AktivRegion Südliches Nordfriesland bei der Weiterentwicklung des ländlichen Raumes? Eingeladen hatte der Verein „Freunde für Hajnowka" und das Amt Nordsee-Treene, begleitet wurden die Besucher von Rantrums Bürgermeister Horst Feddersen, der in beiden Institutionen zum Führungsteam gehört.

 

Hochinteressant fanden die Reisenden aus Osteuropa den Ansatz, Einkaufsmöglichkeit, Dienstleistungen und Treffpunkt in einem kleinen Dorf wie Witzwort unter einem Dach zu bündeln und damit die Lebensqualität für die Einwohner zu steigern. Und so hatten Jan Chomczuk, Büroleiter der Europaregion „Bialowieza Urwald", und Dolmetscherin Lucyna Lewczuk viel zu tun, um Informationen, zahlreiche Fragen und Erläuterungen ins Russische und Polnische oder umgekehrt zu übersetzen. Um die Gäste intensiver betreuen zu können, wurde Witzworts MarktTreff-Chef von Ingwer Seelhoff vom landesweiten MarktTreff-Projektmanagement fachkundig unterstützt. „So konnten wir in mehreren Gruppen durch unseren MarktTreff führen und auf lokale und überregionale Aspekte kompetent eingehen", sagte Maik Schultze.

 

Die Besuchergruppe bestätigte, dass in ihren Ländern ähnliche Entwicklungen wie in Schleswig-Holstein zu beobachten sein - zum Beispiel immer weniger Läden in den Dörfern - und dass das MarktTreff-Modell ein guter Lösungsansatz in ihren Heimatländern sein könnte.

 

Nachbarn zu Gast

Eine sehr viel kürzere Anreise hatte die Delegation der Leader-Region Mecklenburger Schaalseeregion, die mit weiteren Gästen aus anderen Leader-Regionen und der Verwaltung nach Gülzow im Kreis Herzogtum Lauenburg kam. MarktTreff-Leiter Detlef Schweim, Bürgermeister Günter Noß und Ingwer Seelhoff vom MarktTreff-Projektteam erläuterten den Nachbarn aus Mecklenburg-Vorpommern viele Details des Gesamtprojektes und der speziellen Situation in Gülzow. „Dies hat uns alles sehr beeindruckt", so Regionalmanagerin Madeleine Kusche, „und ist sehr hilfreich für unsere weiteren Überlegungen im Bereich der Daseinsvorsorge. Von MarktTreff können wir viel lernen."

 

   


 

 

Info-Börse ein voller Erfolg

Facettenreich war das Programm der 1. Informations-Börse der LAG AktivRegionen Schleswig-Holstein, die im Rendsburger Hohen Arsenal stattfand. Der Kontakt und inhaltliche Austausch zwischen Akteuren der AktivRegionen auf der einen und Projektträgern und -betreuern auf der anderen Seite standen im Vordergrund der Premierenveranstaltung. So präsentierten sich Initiativen und Projekte wie MarktTreff, MORO, Interreg, tash, Landwirtschaftskammer, Servicestelle Ganztägig Lernen und KIWA, zudem gab es Impulsvorträge zu einzelnen Themen. Dabei forderte Ingwer Seelhoff vom MarktTreff-Projektteam die AktivRegionen auf, sich intensiver dem Thema Regionale Nahversorgung zu widmen und den Kontakt mit dem MarktTreff-Team zu suchen.

 

   

 

Für Torsten Sommer vom AktivRegion-Netzwerk, stand bereits am Veranstaltungstag fest, dass es eine weitere Info-Börse geben wird. „Wir hatten schon viel Zeit für Gespräche und Austausch eingeplant - wir hätten aber gut noch mehr gebrauchen können. Der Bedarf für solch einen Gedankenaustausch ist groß."