MarktTreffs setzen künftig verstärkt auf Bildung - VHS-Landesverband neuer Partner

Preetz MT 18.12.2009 - „Unsere schleswig-holsteinischen MarktTreffs, die bereits an 25 Standorten Grundversorgung und Lebensqualität im ländlichen Raum gewährleisten, werden durch unseren neuen Partner Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins noch stärker." Dies sagte Dr. Juliane Rumpf, Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, anlässlich der Unterzeichnung der Partnervereinbarung mit dem Vorsitzenden des VHS-Landesverbandes, Wolfgang J. Domeyer, im Kloster Preetz (Kreis Plön).

„Mit dem Modell MarktTreff haben wir in Deutschland eine Vorreiterrolle", betonte Rumpf. Lebensmittel, verschiedene Dienstleistungen, Treffpunkt, alles unter einem Dach -das zeichnet die Idee MarktTreff aus. Neben dem Thema Gesundheit rückt nun der Bereich Bildung im ländlichen Raum in den Fokus. „Und da ist es gut", so Dr. Rumpf, „einen Partner wie den VHS-Landesverband an seiner Seite zu wissen" - gerade vor dem Hintergrund, dass MarktTreff selbst ein kontinuierlich lernendes Projekt ist.

 

Vornehmliche Ziele der Partnerschaft sind die Zusammenarbeit auf landesweiter Ebene, gemeinsames Marketing und die Mitarbeit im landesweiten MarktTreff-Beirat. Ministerin Rumpf: „Unsere Partner sind für das Projekt sehr wichtig. Für ihr Engagement und aktive Mitarbeit bin ich allen Akteuren sehr dankbar."

 

Der Vorsitzende des VHS-Verbandes, Wolfgang J. Domeyer, hob bei der Unterzeichnung hervor, dass die Partnerschaft mit dem MarktTreff exzellent zu dem Strategieprojekt passe, das der Landesverband unter dem Namen „VHS 2020" gerade gestartet habe. „Unser Interesse ist die flächendeckende Struktur der Volkshochschulen mit Standorten im ganzen Land zu erhalten und zu stärken. Gerade im ländlichen Raum sind wir der prägende Träger von Erwachsenenbildung und Kultur. Darüber hinaus ist auch die Funktion der Volkshochschulen als Zentrum dörflicher Kommunikation in solchen Regionen nicht zu unterschätzen." Deshalb sei es ein sinnvoller Ansatz, die Ziele von MarktTreff und Volkshochschulen im ländlichen Raum eng zu verknüpfen. Domeyer verwies darauf, dass nicht jedes VHS-Angebot in einen MarktTreff exportiert werden könne. So seien PC-Kurse gerade auf dem Lande besonders gefragt, aber man könne nicht voraussetzen, dass jeder Teilnehmer einen tragbaren Computer in den MarktTreff mitbringen könne. Sehr gut vorstellbar seien aber Sprach-, Literatur- und Entspannungskurse sowie kulturelle Veranstaltungen.

 
 

 

Auf den besonderen Stellenwert, der den MarktTreffs in Schleswig-Holstein bei der weiteren Entwicklung der ländlichen Räume zukommt, wies Ministerin Rumpf hin. „Zusätzliche Bildungsangebote in den MarktTreffs werden unseren Dörfern gut tun. Damit stärkt unser Land seine Innovationskraft im ländlichen Raum." Aus gutem Grund interessiere sich die Öffentlichkeit in ganz Deutschland  für das MarktTreff-Modell. Immer häufiger würden Delegationen in die MarktTreff-Standorte kommen, um sich vor Ort zu informieren.

 

Der neue Partner Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins ergänzt das Netzwerk der MarktTreff-Partner: Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holsteins, Bauernverband Schleswig-Holstein, Deutsches Rotes Kreuz (Landesverband Schleswig-Holstein), Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein, LandFrauenVerband Schleswig-Holstein, Landjugendverband Schleswig-Holstein, Landessportverband Schleswig-Holstein, Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche, Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag, Schleswig-Holsteini­scher Heimatbund, Verband Wohneigentum (Siedlerbund Schleswig-Holstein). Medienpartner sind der sh:z und das Bauernblatt, dem Beirat gehört zudem der NDR an.