MarktTreff-Gemeinden gut aufgestellt für die Zukunft

K i e l  MT 04.12.2008  -  Treffpunkt des diesjährigen Erfahrungsaustauschs der Gemeinden mit bestehenden oder geplanten MarktTreffs war die Gemeinde Negernbötel - Bürgermeister Dieter Beuk begrüßte im „Hambötler Huus" Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein zu einem Dialog über Fördermöglichkeiten, wirtschaftliche Aspekte und die Ergebnisse einer Haushaltsbefragung in MarktTreff-Gemeinden.

Ein Meilenstein sei erreicht worden mit der Eröffnung des 25. MarktTreffs in Koberg (Kreis Herzogtum Lauenburg), stellte Alexandra Greger (ews group) in ihrem Überblick über den aktuellen Projektstand heraus. Zahlreiche Medienveröffentlichungen und Veranstaltungen mit MarktTreff-Beteiligung zeugten weiter von dem großen Interesse an dem beispielhaften Vorhaben aus dem nördlichsten Bundesland. Nach der erfolgreichen Premiere in 2008 wird MarktTreff auch auf der 74. Internationalen Grünen Woche 2009 in Berlin präsent sein. Das schleswig-holsteinische Nahversorgungsprojekt wird sich im Januar mit einem Stand in der Schleswig-Holstein-Halle 22a vorstellen.

 

Mit besonderer Spannung wurde von den anwesenden MarktTreff-Betreibern, Bürgermeistern und Vertretern der Ämter für ländliche Räume die Auswertung der Haushaltsbefragung erwartet, die in 17 MarktTreff-Gemeinden stattgefunden hat. Außer den allgemeinen Beurteilungen und Einschätzungen stießen vergleichende Darstellungen der Standorte auf großes Interesse. „Wir tun sehr viel für unseren Service und die Beratung. Jetzt habe ich schwarz auf weiß die Bestätigung, dass dies bei den Kunden gut ankommt und  geschätzt wird", sagte ein stolzer Maik Schultze, Betreiber in Witzwort. Detlev Schweim, Betreiber aus Gülzow, sah die Ergebnisse recht sportlich: „Jetzt weiß ich, in welchen Bereichen wir noch besser werden können. Ich werde noch im Dezember unser Sortiment weiter an die geäußerten Kundenwünsche anpassen." Bürgermeister Bernd Blohm aus Brodersby wies beim Thema „Internetnutzung" auf die Besonderheiten an Tourismusstandorten hin: „In unserem MarktTreff ist Internetanbindung wichtig: Touristen erwarten das und nutzen das Angebot häufig." Gemeinde-Erfa

 

Schleswig-Holsteins MarktTreffs stehen wirtschaftlich derzeit stabil da - dieses Resümee zog Martin Schramm von den BBE Retail Experts. Es sei in diesem Jahr weiter an der Optimierung von Sortimenten, Handelsspannen und Erträgen gearbeitet worden. Die gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten würde sich auszahlen.

 

Die aktuellen Rahmenbedingungen des „Zukunftsprogramms Ländlicher Raum" der Landesregierung, die auch die Entwicklung neuer MarktTreffs beeinflussen, erläuterte Hermann-Josef Thoben aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Schleswig-Holstein setze in der Förderpolitik weiter auf das erfolgreiche Modell, die einzelnen MarktTreff-Projekte seien künftig aber eng mit den sich entwickelnden AktivRegionen verknüpft und würden durch sie initiiert. Mit Blick auf die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation zeigte sich Thoben froh über die Entwicklung der MarktTreffs in 2008: „Die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum haben Nutzen und Vorteile der MarktTreffs erkannt." Die Betreiber vor Ort machten einen guten Job - und dies in einer nicht einfachen Zeit. Stabilität im Kerngeschäft sei ein großer Erfolg, zu dem er jeden Einzelnen beglückwünsche. „Auch wenn das kommende Jahr große Herausforderungen bringt", so Thoben, „ich bin zuversichtlich, dass die MarktTreff Familie weiter wächst."