MarktTreff wird zum Thema in den AktivRegionen

K i e l  MT 11.06.2007 - Über 20 Gebiete in Schleswig-Holstein formieren sich zurzeit, um als AktivRegionen - meist Kreis übergreifend - neue Impulse bei der Entwicklung des ländlichen Raumes zu setzen. Dafür stehen jährlich rund 13,5 Millionen Euro an europäischen, Bundes- und Landes-Fördergeldern für den Zeitraum 2008 bis 2013 bereit. Wichtiges Themenfeld in den AktivRegionen wird die Grundversorgung (von Einkaufen bis Gesundheit) sein - und damit auch das Modell MarktTreff.

Gute Erfahrungen hat Schleswig-Holstein in vergangenen EU-Förderperioden mit der LEADER-Methode gemacht, an der sich auch die AktivRegionen orientieren sollen: „Jetzt wird auf selbst organisierte Regionen mit gemeinschaftlicher Verantwortung privater und öffentlicher Akteure gesetzt", erläutert Hermann-Josef Thoben, Referatsleiter im Kieler Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Die Initiative AktivRegion sei auf größere Regionen ausgerichtet als die bisherigen LSE-Gebiete. Zudem sollten die Regionen eigenverantwortlich über ein eigenes Budget entscheiden können.

 

Voraussetzungen für die offizielle Anerkennung der jeweiligen AktivRegion sind unter anderem, dass eine öffentlich-private Partnerschaft als lokale Aktionsgruppe gebildet und eine integrierte Entwicklungsstrategie für die AktivRegion vorgelegt wird. „Dabei ist eines unserer Ziele", betont Thoben, „die Grundversorgung im ländlichen Raum zu sichern, so mehr Lebensqualität zu erreichen und die regionale Identität zu stärken." Deshalb sollten unter anderem Nahversorgungsmodelle, die Vermarktung regionaler Produkte und neue Kultur- und Freizeitangebote gefördert werden. „Gerade in diesem Bereich haben wir in Schleswig-Holstein mit den MarktTreffs ein Erfolgsmodell entwickelt, um das uns viele beneiden." Deshalb sei den zukünftigen AktivRegionen nur zu empfehlen, in jeweils einer Arbeitsgruppe sich dem Thema Grundversorgung zu widmen und dabei von den Erfahrungen aus dem Projekt MarktTreff zu profitieren.

 

 

Mit den AktivRegionen sollten die Menschen im ländlichen Raum zu noch mehr Eigeninitiative ermutigt und kreative Kräfte durch neue Partnerschaften mobilisiert werden. Durch den Aufbau dauerhafter regionaler Netzwerke mit Bürgern, Vereinen, Unternehmen und Kommunen erwarte die Landesregierung, so Referatsleiter Thoben, für das ländliche Schleswig-Holstein mehr Gemeinschaft, mehr Lebensqualität - und mehr Wirtschaftskraft.