Regionale Produkte in den MarktTreffs
„Schleswig-Holstein is(s)t lecker“

K i e l   MT 08.08.2006 - Frische Produkte aus Schleswig-Holstein erfreuen sich großer Beliebtheit - ganz besonders in den MarktTreffs. Denn Regionalität bringt viele Vorteile: garantierte Qualität, kurze Transportwege, persönliche Zusammenarbeit und Lieferantenkenntnis.

Alles Pluspunkte, die Maik Schultze, Betreiber des MarktTreffs in Witzwort (Kreis Nordfriesland) gern bestätigt: „Regionale Produkte wie Eiderstedter Lamm, Salami, Schafskäse und frische Beeren werden bei uns stark nachgefragt. Die Kunden haben ein gutes Gefühl, wenn sie wissen, wo die Ware herkommt. Zu unseren Veranstaltungen kommen jeweils rund 80 Gäste und erfahren zum Beispiel alles über Käse von der Halbinsel Eiderstedt." Beispielhaft ist die Kooperation mit dem Restaurant „Roter Haubarg". Jeweils dienstags heißt es dort: Essen wie die Eiderstedter, ein Mehrgänge-Menü mit heimischen Produkten und fachkundigen Infos zu Speisen und Kultur.

 

 Im MarktTreff Gülzow (Kreis Herzogtum Lauenburg) bietet Detlef Schweim Produkte aus der Nachbarschaft: Heidelbeeren, Erdbeeren, Honig, Eier, Kartoffeln und Säfte aus der Lütauer Süßmosterei. Heinz-Jürgen Harms, Betreiber des MarktTreffs Kirchbarkau (Kreis Plön), hat ebenfalls die Stärkung des regionalen Marktes auf seine Fahne geschrieben. „Wie meine Kollegen habe ich positive Erfahrungen gemacht mit Veranstaltungen über regionale Produkte. Wir setzen auf Frische aus dem Umland: Obst, Honig, Eier, Schinken, Wurst, Kartoffeln und immer wieder gern: Wild." Beeren-Marmelade aus eigener Herstellung (MarktTreff Probsteierhagen), holsteinische Spezialitäten wie Katenschinken und Sauerfleisch (MarktTreff Klein Rönnau), Gemüse, Milchprodukte und Honig vom nahen Biohof (MarktTreff Neuwittenbek) - der Besuch lohnt sich immer in einem der 21 MarktTreffs - die Adressen finden Sie unter dem Button „Standorte".

 

Die Landesregierung fördert das regionale Zusammenwirken mit der Initiative „Schleswig-Holstein is(s)t lecker". Wolfgang Götze koordiniert im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MLUR) die Initiative und äußert sich im Interview zu Hintergrund und Idee.

 

Welche Ziele verfolgt das Land mit der Initiative „Schleswig-Holstein is(s)t lecker"?

 

Götze: Schleswig-Holstein steht in puncto Lebensmittel ganz oben. Unsere Lebensmittel sind aus Sicht der Verbraucher hochwertig, gesund und sicher. Mit der Initiative wollen wir den Absatz unserer qualitätvollen landwirtschaftlichen Produkte weiter fördern. Gemeinsam mit Partnern wie Landwirtschaftskammer, Hotel- und Gaststättenverband, Tourismus-Agentur - und natürlich auch MarktTreff - beteiligen wir uns an Veranstaltungen, Messen und sorgen so für noch mehr Bekanntheit unserer Erzeugnisse. In 2006 dreht sich viel bei uns um den „Fisch", 2007 wird vor allem das „Rind" beworben.

 

 Welche Rolle spielt dabei der Faktor „regionale Produkte"?

 

Götze: Die „regionalen Produkte" liegen voll im Trend und weisen eine steigende Absatztendenz auf. Kundinnen und Kunden genauso wie die Gastronomie und Urlaubsgäste interessieren sich für unsere regionalen Lebensmittel und ebenso für die Vielfalt unserer regionalen Küche. Dies unterstützen wir mit Kochwettbewerben und saisonalen Aktionen. Für die ländlichen Räume sind die Produktion und der Absatz regionaler Lebensmittel ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und ganz nebenbei schmecken frische Produkte aus der Region einfach lecker.

 

Was können die MarktTreffs für diese Entwicklung tun?

 

Götze: MarktTreffs sind ja heute schon ganz wichtige Drehscheiben in den Regionen. Die Idee, regionale Stärken unter einem Dach zu bündeln, ist einfach überzeugend und wohl die einzige Möglichkeit, die Grundversorgung in kleinen Gemeinden sicherzustellen. Viele MarktTreffs kooperieren mit Produzenten und Anbietern aus der Nachbarschaft. Ebenso gut funktioniert die Zusammenarbeit hier innerhalb unseres Ministeriums. Wir arbeiten gemeinsam für starke ländliche Regionen mit erfolgreichen Wirtschaftskreisläufen. Das wollen wir gern fortsetzen und intensivieren.

 

Eine Idee, die MarktTreff-Koordinatorin Christina Pfeiffer aus dem MLUR gern aufgreift: „Die Bedeutung von Produkten aus der Region wird noch zunehmen. Alles, was deren Absatz in den MarktTreffs stärkt, ist uns herzlich willkommen."