MarktTreffs als Drehscheibe von Verbands- und Vereinsaktivitäten

Große Landesverbände und Unternehmen in Schleswig-Holstein überlegen konkret, wie sie im Rahmen des Projekts MarktTreff enger zusammenarbeiten und positive Effekte für den ländlichen Raum erzielen können. Vertreterinnen und Vertreter von Landesverbänden, Institutionen und Wirtschaft waren jetzt zu einem Workshop im Medienzentrum des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) in Büdelsdorf zusammengekommen. Auf Einladung des Innenministeriums und ews marken.kommunikation wurde beraten, wie sich Verbände und Unternehmen gemeinsam innerhalb von MarktTreffs einbringen können und welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit sich entwickeln lassen.

Hermann-Josef Thoben, Referatsleiter des Innenministeriums nach dem Workshop: "Wir sind heute einen wesentlichen Schritt weitergekommen, relevante gesellschaftliche Kräfte im ländlichen Raum zu bündeln und zu verknüpfen. Mit Hilfe des Projektes MarktTreff können Organisationen ihre Aktivitäten publikumswirksam an einem zentralen Ort zusammenführen, was äußerst positive Auswirkungen auf die Lebensqualität in den Dörfern hat."

MarkTreff Workshop zur Partnerplattform

Vertreter und Vertreterinnen folgender Verbände, Institutionen und Unternehmen nahmen an der Veranstaltung teil: sh:z-Verlagsgruppe, Schleswig-Holsteinischer Heimatbund, LandFrauenVerband Schleswig-Holstein, Familienservice Unterelbe im Kirchlichen Dienst der Arbeitswelt, Landessportverband Schleswig-Holstein, Schleswig-Holsteinischer Gemeindetag, Landjugendverband Schleswig-Holstein, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz und Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein.

Von den bis ins Jahr 2006 geplanten 50 MarktTreff-Standorten sind bereits 13 MarktTreffs realisiert und 17 in Vorbereitung. Für die interessierten Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer war der Zeitpunkt daher ideal, einen aktuellen Überblick über das Projekt zu erhalten und konkrete Anknüpfungspunkte kennen zu lernen. Die Verbände, Institutionen und Unternehmen erläuterten die anstehenden Aufgaben, vor denen sie sich im ländlichen Raum sehen. Dabei wurden zahlreiche Ziele deutlich, die ähnlich gelagert oder sogar deckungsgleich sind.

Viele Organisationen haben großes Interesse an zentralen Anlaufstellen vor Ort, an denen sich Bürger und Bürgerinnen treffen, Aktivitäten gebündelt und Informationen ausgetauscht werden.

Breite Übereinstimmung herrschte auch darüber, dass vielen Menschen das oft vielfältige inhaltlich attraktive Angebot der Vereine, Verbände etc. ganz einfach nicht bekannt ist. Darüber hinaus ist es ein Anliegen der Organisationen, verstärkt junge Zielgruppen anzusprechen und für ihre Aktivitäten zu interessieren. Eine Verjüngung der Mitgliederstruktur hätte wiederum einen positiven Effekt auf das Image des jeweiligen Vereins. Die erfolgreiche Einbindung der lokalen Bevölkerung in die Vereins- und Verbandsaktivitäten würde wiederum die Identifikation mit der Region stärken, was ebenfalls ein großes gemeinsames Anliegen der Anwesenden war.

Dazu Hans-Christian Domeyer vom schleswig-holsteinischen Innenministerium: "Wir vom Ministerium begrüßen die Projektpartnerschaften in jeder Hinsicht und können durch ein frühzeitiges Einbinden von Partnern sicherstellen, dass die MarktTreff-Projekte noch fester im Bewusstsein der Bevölkerung verankert und noch stärker genutzt werden." Und für Christina Pfeiffer, Projektleiterin aus dem Innenministerium, hat der Workshop eine neue Phase der MarktTreffs eingeläutet: "Wenn sich MarktTreff zur Plattform für Verbände und Vereine entwickelt, wäre das ganz in unserm Sinne. Dies führt zu einer Vernetzung, bei der sowohl Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger sowie Verbände und ähnliche Organisationen allesamt als Gewinner hervor gehen werden. Diesen Prozess haben wir mit dem Workshop erfolgreich angestoßen und auf einen guten Weg gebracht."